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ADHS in der Freizeit, Familie und Schule


In ihrer Freizeit haben betroffene Kinder zu meist eine traurige Rolle inne. Nicht nur vorurteilsbeladene, ignorante Erwachsene, die entweder mit dem Finger auf sie zeigen oder sie ignorieren, statt ihnen einen maßvollen Umgang zu schenken, nein, leider auch Kinder meiden oftmals den Kontakt (verständlicherweise erwartet man von Kindern eine entsprechende Toleranz und Empathie nicht). „Nein, mit dir Spielen wir nicht!“ Dieser kurze Satz bestimmt oftmals die Freizeit der betroffenen Kinder. Einfach aber schmerzhaft, sowohl für das Kind, als auch für die Eltern, die ihr Kind lieben und oftmals bereits zahlreiche vergebliche Integrationsversuche hinter sich haben. In permanenter Dosis abgegeben, manifestiert sich dann unbewusst einen neuer, psychischer Schaden im verletzlichen Geist des Kindes. Soziales Abseits heißt die Richtung, die eingeschlagen wird. Wer spielt schon gerne mit einem Kind, das ständige motorische Unruhe verbreitet und sich auf das gewünschte Spiel nicht konzentrieren kann? Aufgrund der gesteigerten körperlichen Aktivität in Verbindung mit Impulsiven, nicht bedachten Handlungen ist des weiteren mit einer erhöhten Verletzungs- und Unfallgefahr des Kindes zu rechnen

 

Die Eltern lieben ihr Kind und wollen ihm das Beste geben, bei AD(H)S bedeutet dies jedoch nicht selten Hingabe bis zu (Selbst)Aufgabe, denn die Familie stößt schnell an den Rande der Belastbarkeit. Kinder mit ADHS müssen ständig in Bewegung sein. Selbst bei direkter Ansprach machen sie nicht immer den Eindruck des Verstehens. Sie leiden unter extremer „Vergesslichkeit“, verlieren Gegenstände, führen impulsive Reden und handeln impulsgesteuert – zumeist in unpassenden Momenten. Jeden Tag werden die Nerven der Angehörigen auf eine neue Belastungsprobe gestellt. Dabei steckt hinter dem Verhalten der Kinder kein böswilliges Motiv. Sie können oft einfach nicht anders. Der Höhepunkt ist dann erreicht, wenn starke Stimmungsschwankungen oder körperliche bzw. verbale Aggressionen hinzukommen.

 

Einen zentralen Punkt für Kinder mit AD(H)S spielt die Schule, denn zumeist werden mit dem Schuleintritt die typischen Verhaltensweisen eindeutig sichtbar. In der Schule sind die Kinder das erste mal gezwungen sich Regeln zu unterwerfen und längere Zeit ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren. Undenkbar für ein Kind, das an AD(H)S leidet. Die Kinder beginnen im Unterricht dazwischen zu reden, können nicht stillsitzen, führen Anweisungen nicht zur vollen Zufriedenheit aus oder vergessen sie gar. Sie schauen verträumt aus dem Fenster und werden ständig wegen mangelnder Aufmerksamkeit ermahnt. Innerhalb kürzester Zeit rutsch das Kind in die passive Gruppenrolle des „Klassen-Clowns“ ,eine Rolle die sich durch das ganze Leben ziehen kann. All dies wirkt sich natürlich auf die Leistungen des Schülers aus, die in den meisten Fällen nicht befriedigend sind, obwohl die nötige Intelligenz durchaus vorhanden ist.

 

Links:
"TAIL: Computergame für ADHS-Kinder?" von Dipl.-Psych. Piero Rossi auf adhsspektrum.wordpress.com
"Drei Behandlungen gegen Zappelphilipp" auf ihre-vorsorge.de
" ADHS: Konzentration ist Fallstrick in der Schule" von Barbara Leuschner auf absolutfamilie.de
 
Wir entschuldigen uns für die lange Artikellose Zeit
und wünschen ein Gesundes neues Jahr !

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Artikel des Monats November war:


Start der Reihe: ADHS inflationär wie fatal

Und wieder ist ein Monat vergangen. Seit 5 Monaten ist unser Blog nun online und auch in diesem, gab es einige Neuerungen. So stellen wir nun auch die Trackback-URL der einzelnen Artikel zur Verfügung. Wir freuen uns über jeden, der die Möglichkeit der Vernetzung nutzt. Ein weiteres attraktives Angebot für, ist unsere neue Funktion, commentluv. Hierbei können andere Blogger, die bei „webseite“ ihre URL hinterlassen, sofort per Kommentar für ihre eigenen Artikel werben. Für Leser, die immer auf dem neuesten Stand sein wollen, ist Pflegerleben jetzt auch bei dem Nachrichtenportal yigg.de zu erreichen. Dazu kommt eine neue, nützliche Kategorie, denn ab jetzt wollen wir Kollegen und Azubis die zeitaufwendige Arbeit des Schreibens von Pflegeplanungen erleichtern. „Pflegeplanungen“ bietet allgemeingültige Muster zu speziellen Themen an, dodass diverse Ausschnitte aus diesen individuell genutzt werden können. Wir hoffen dadurch, eine zumindest geringfügige Arbeitserleichterung zu erreichen und werden nach und nach aufstocken. Desweiteren bedanken wir uns bei den Bloggerverzeichnissen Blogwolke, BlogPingR, Blogtraffic, Topblog.de, BloggerAlarm, Blogoscoop und das RSS Portal, die uns in ihre Verzeichnisse aufgenommen haben. Auch wenn es nach wenig klingt, sind wir sehr erfreut über Platz 5382 von 16744 bei BloggerAmt und Platz 2768 bei bloggerei.de. Danke an unsere Leser. Derzeit befinden wir uns in Gesprächen mit einer neuen Gastautorin auf deren Beitrag wir sehr gespannt sind. Drücken wir die Daumen. In diesem Zusammenhang wollen wir darauf hinweisen, dass die Möglichkeit besteht als Autor bzw. Gastautor Texte auf unserer Seite zu veröffentlichen (Anfragen unter admin@Pflegerleben.de)

 

Doch nun zum Wichtigsten, zum Artikel des Monats, hat es geschafft:

 

Start der Reihe: ADHS inflationär wie fatal

Da dies der bisher erfolgreichste Artikel auf Pflegerleben.de ist, stellten wir uns die Frage: Sind Vorurteile populär? :) Doch nicht nur der Text zur Eröffnung, auch jene zum Thema die folgten(“ADHS vier Buchstaben mit großer Folge (1.)” und “ADHS keine moderne Erkrankung (2.)”), schafften es unter die Top 5. In letzter Zeit hatte die ADHS-Serie leider einen kleinen Abbruch. Aber keine Angst, der Kleinstadtziner und seine fleischgewordenen Erziehungsfehler :) kommen zurück. Momentan bekommen zwei Artikel ihren Feinschliff. Hier auch noch ein kurzes Dankeschön an web4health für die aktive Beteiligung in Form von Kommentaren. Wie bei jedem Artikel des Monats, bieten wir nun eine Liste mit weiteren Links zum Thema an:

1. “ADHS-Kinder denken anders” von Jan Vollmuth auf psychologienachrichten.de
2.“ADHS: Verarbeitungsprozesse im Hirn gestört” von Cornelia Dick-Pfaff auf wissenschaft-aktuell.de
3. “ADHS endet aber nicht im 18. Lebensjahr” – inge09.blog.de
4. “ADHS: Gehirn-Scan enthüllt charakteristischen Biomarker” – netdoktor.de
5. “ADS/ADHS – Teil 2: statt Ritalin® lieber öfter Nährstoffe geben und Ernährung umstellen!” von Andreas Kallmeyer auf kallmeyer-naturheilpraxis.de
6. “Nichts…” von Minamam auf minamam.blog.de
 7. “Schlafstörung statt ADHS” – up-aktuell.de
8. “Spielen im Grünen lindert ADHS-Symptome” – lifestylesite.de
9. “ADHS Impulsivität” von Hanns Schalck auf sfks.net
10. “TV-Kritik: Das ist ADHS” von Denise Jeitziner auf bernerzeitung.ch

Als Lesetipp empfehlen wir gesund-und-fit24.de (Wie Sie jung, gesund und fit bleiben beim alt werden). Einen Dank richten wir auch an medizinpunkt.com (Krankheiten, Hilfsmittel, Senioren & Altenpflege). Und, ganz nach dem Motto, das Beste kommt zum Schluss: Ein besonderes Dankeschön an unseren längsten Partner:

 

Pflege2011.de,

der es wiederholt zum Link des Monats geschafft hat.

 


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Kommunikationsmodell Validation – Kernaussagen und Mainstreamfehlinterpretationen



Es ist ein mittlerweile allseits bekannter Fakt, dass die Rate an demenziell erkrankten Personen in der Pflege eine stark steigende Tendenz aufweist. Demzfolge hat jeder in diesem Bereich tätige, die zwingende Pflicht sich mit strukturellen und methodischen Konzepten zur Alltagsbewältigung mit derart erkrankten Patienten oder Bewohnern auseinanderzusetzen. Ich halte es für ausgesprochen erfreulich, dass in vielen stationären Einrichtungen eine Ausrichtung auf die besonderen Bedürfnisse solcher Menschen erkennbar ist, etwa in form homogener Wohnbereiche mit speziell geschultem Personal. Auffällig ist jedoch, dass Modelle für Umgang und Kommunikation, wie etwa die Validation, als Schlagwort an sich, dem Pflegepersonal zwar durchaus bekannt sind, Umsetzung und Sinn allerdings schmerzhaft oft zu wünschen übrig lassen.

Mehrere Gründe spielen hierbei zusammen.

Zum einen muss das auf einer homogenen Station für Demenzpatienten arbeitende Personal, in jedem Fall aus freien Stücken tätig sein. Sinnlose Rotationsprinzipien sind hier fehl am Platz, zumal sich die meisten Einrichtungen ohnehin das Wort “Bezugspflege” auf die stolzgeschwellte Brust schreiben und deren Umsetzung bei einem ständig wechselnden Personalstamm in keinster Weise zu gewährleisten ist. Der ausdrückliche Wunsch vorzugsweise mit Patienten wie diesen arbeiten zu wollen, ist ein nicht zu unterschätzender Faktor hinsichtlich der Motivation oben genanntes Konzept fachgerecht und mit der nötigen Empathie umzusetzen. Im Idealfall zeigt sich dieser Wunsch bereits während der Ausbildung.

Ein anderes Problem sehe ich in der Ökonomisierung des Begriffs der Validation. Wenn ich einen Pfleger oder eine Schwester fragen würde, was er oder sie unter dem Begriff versteht und was der Sinn der Handlungen ist, die mit ihm in Verbindung stehen, würde ich nicht selten eine Aneinanderreihung therapeutischer Lügen zu hören bekommen, die darauf abzielen, den Patienten schneller zur Verrichtung pflegerisch abzuleistender Maßnahmen zu bringen. Wenn der Bewohner beispielsweise Nahrung zu sich nehmen soll, diese aber verweigert und sagt, dass er nach Hause möchte weil seine längst verstorbene Frau auf ihn wartet, ist es kein validierendes Handeln,  ihm zu erzählen das er gleich nach dem Essen nach Hause gehen wird, um zu erreichen, das er jetzt tut, was im Tagesablauf  “auf dem Programm steht”.

Schlimmstenfalls konfrontiert man ihn mit der Wahrheit der eigenen Realität, im Sinne von: “Ihre Frau ist längst tot und Sie wohnen hier!”


Angebracht ist es, sich auf die Welt einzulassen, in der sich der Patient gerade befindet, seine Motive und Emotionen anzuerkennen und dadurch Sicherheit zu vermitteln. Wir können einen Demenzpatienten nicht auf unsere Wahrnehmungs- und Realitätsebene holen, wir müssen uns auf seine begeben. In einem Fall, wie dem oben geschilderten, ist es günstiger situationsangepasst zu reagieren, und durchaus auch das vom Patienten gefühlte auf unsere eigene Person zu projezieren: Wenn ich in einer mir fremden Umgebung bin und nach Hause möchte, wo ein geliebter Mensch auf mich wartet, würde ich dann jetzt, hier an diesem Ort eine Mahlzeit einnehmen wollen?

Wichtig ist außerdem in einer solchen Situation gezielt zu fragen und womöglich zu erkennen ob sich ein unterbewusster Konflikt hinter der Verhaltensweise verstecken könnte. Denn fakt ist, dass sich mit Abschwächen des Kurzzeitgedächtnisses, frühere Erinnerungen in den Vordergrund drängen und “alte”, möglicherweise lebenslang unterdrückte Konflikte nach einer Lösung verlangen.   Validiert man hier nicht oder falsch kann dies zu Angst, Verzweiflung, Depression und Aggression führen.

Im günstigsten Fall unterstützt eine intensive Biographiearbeit die Umsetzung der Validation. Sind dem Bezugspflegepersonal bestimmte Umstände der Lebensführung und des Milieus, prägnante Einflüsse oder Schicksalsschläge bekannt, sind Verhaltensmuster und Reaktionsweisen des dementen Patienten besser nachvollziehbar, wodurch eine adäquate Betreuung leichter zu erreichen ist.

Im nächsten Artikel zum Thema werde ich nach und nach auf einzelne Kernaussagen der Validation eingehen.

Links:
“Das Reichsfrühstückskreuz mit Lorbeer und Eichenschwertern.” – weblog.hundeiker.de
“Diagnose Demenz, das Leben geht weiter” – medizinpunkt.com
“GPS-Schuhe sollen Alzheimer-Patienten bewachen” – spiegel.de

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